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Lieber ein Veilchen in Topf....

Marktstand zum Internationalen Frauentag 2015 mit vielfältigem „Warenangebot“ organisiert vom Frauennetzwerk Memmingen e.V., der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Memmingen und dem Verein zum Schutz misshandelter Frauen und Kinder e.V.

Die Musikerinnen (Bildmitte) bei der Übergabe ihrer eingespielten Spende in Höhe von 130 € an den Verein zum Schutz misshandelter Frauen und Kinder e.V.

Stefanie Pagnia (rechts) und Friederike Selmikat brachten zwei Geigen zum Klingen und zogen viele Interessierte in ihren Bann.

Lieber ein Veilchen im Topf.....(Fotos: Gleichstellungsbüro/Stadt Memmingen)

Vielfältige „Waren“ wurden am Marktsamstag vor dem Internationalen Frauentag am 8.März feilgeboten. Brezen in Form des Frauenzeichens, süße Äpfel und kleine lila Veilchen wurden an interessierte Passantinnen und Passanten verteilt und fanden reißenden Absatz.

Mit der Aktion sollte das Augenmerk am „Kampftag der Frauenrechte“ auf immer noch bestehende Missstände gerichtet werden. „Davon gibt es noch mehr als genug“, so Berti Huber, die 1. Vorsitzende des Frauennetzwerkes Memmingen e.V.

Die Brezen (Motto: Frauen bekommen es gebacken!) standen für das große Thema Altersarmut, von der sehr viele Frauen bedroht oder bereits betroffen sind. Sie bewältigen die vielfachen Belastungen von Kindererziehung, Haushalt, Berufstätigkeit, Pflege der Angehörigen, aber sie erhalten dafür keine ausreichende Rente.

Die süßen Äpfel am Stand symbolisierten den „sauren Apfel“ in den Frauen bei der Entgeltgleichheit immer noch beißen müssen. Trotz zahlreicher Initiativen müssen Frauen jeweils bis zum März des Folgejahres arbeiten, um den gleichen Lohn zu erhalten, wie ihre männlichen Berufskollegen bereits zum Jahresende.

Das Frauenhaus machte mit der Veilchen-Aktion in sehr eindringlicher Weise auf häusliche Gewalt aufmerksam, von der jede vierte Frau in Deutschland betroffen ist.

Musik für zwei Geigen brachten die Künstlerinnen Stefanie Pagnia und Friederike Selmikat zum Klingen. Mit ihrer Spielfreude und ihrem Können zogen sie zahlreiche Zuhörende in ihren Bann und sorgten zeitweise für einen „Stau“ vor dem Freiheitsbrunnen am Weinmarkt.

Der eingespielte Erlös im Sammelhut in Höhe von 130 € wurden von den Straßenmusikerinnen an den Frauenhaus-Verein übergeben. Die Vorsitzende Cornelia Schlögl zeigte sich überrascht von der spontanen Spende und sicherte eine sinnvolle Verwendung zugunsten der Frauen und Kinder im Frauenhaus zu.